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Humboldt-Universität zu Berlin - Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum

Humboldt-Universität zu Berlin | | Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum | Baugeschichte der Universitätsbibliothek

Baugeschichte der Universitätsbibliothek

1831
Durch eine Königliche Kabinettsorder wurde die Genehmigung zur "Anlegung" einer Universitätsbibliothek verfügt.

 

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Kommode 1832

Außenansicht Königliche Bibliothek - Kommode im Jahr 1832

1832
Im Dublettenzimmer der Königlichen Bibliothek („Kommode“) nimmt die Bibliothek mit einem Bestand von knapp 1.700 Bänden - als Präsenzbibliothek angelegt - ihre Arbeit auf.

 

 

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Adlerscher Saal 1839

Außenansicht "Adlerscher Saal" Unter den Linden 76 im Jahr 1839

1839 - 1854  
Umzug in den „Adlerschen Saal“ ins Gebäude "Unter den Linden 76" über der Durchfahrt zur Neuen Wilhelmstraße (heute: Kreuzung Wilhelmstraße/Unter den Linden). Der 10.000 Bände umfassende Bestand konnte zu Beginn angemessen untergebracht werden. Das relativ schnelle Anwachsen des Bestandes und die sich rapide verschlechternde Bausubstanz machte einen Auszug dringend notwendig.

 

 

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Taubenstrasse 29 außen 1854

Außenansicht Taubenstr. 29 im Jahr 1854

1854 - 1874
Mit rund 40.000 Bänden zog die Bibliothek in die "Taubenstraße 29", in der Nähe des Gendarmenmarktes, ein. Da die Bibliothek auf zwei Etagen verteilt war, zwischen denen noch ein fremd genutztes Stockwerk lag, gestaltete sich die Bibliotheksarbeit sehr schwierig und konnte nur ein Provisorium sein. 1855 wurde berechnet, dass bei einem angenommenen Bestandszuwachs von jährlich ca. 2.000 Bänden, die vorhandene Stellfläche in nur drei Jahren wieder zugestellt wäre. 1863 waren die vorhandenen Räume in der "Taubenstraße 29" bereits überfüllt.

 

 

1869 - 1873
Der Minister von Mühler setzte eine Kommission zur Beratung über einen Bibliotheksneubau ein. Im Frühjahr 1871 wurde mit den Abrissarbeiten auf dem Grundstück "Dorotheenstraße 9" (heute: Hausnummer 28) begonnen. Mit den Arbeiten am Fundament, die im August begannen, entstand das erste eigene Gebäude für die Universitätsbibliothek. Der von Bauinspektor Spieker geplante Bau wurde 1873 fertig gestellt.

 

 

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Dorotheenstrasse 9 außen 1874

Außenansicht Dorotheenstr. 9 im Jahr 1874

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Dorotheenstrasse 9 Lesesaal 1874

Lesesaal Dorotheenstr. 9 im Jahr 1874

1874 - 1910
Im Mai 1874 bezog die Bibliothek den Neubau mit rund 100.000 Bänden. Der für die Bücher eingeplante Platz war zu knapp kalkuliert, so dass die Bücher z. T. bereits beim Einzug in Zweierreihen auf ein Bücherregalbrett im Magazin gestellt werden mussten. Das Kapazitätsproblem war somit weiterhin nicht gelöst. Wesentlich verbessert hatte sich dagegen die Lesesaalsituation, erstmals konnten 72 Plätze bereit gestellt werden. Die Bibliothek wurde reich mit Kunstwerken von Knille und Burger ausgestattet.

In den Folgejahren mussten in der näheren Umgebung Räume zur Aufstellung von Büchern genutzt werden.

 

 

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Universitätsstrasse 7 Lesesaal 1910

Lesesaal Universitätsstraße 7 im Jahr 1910

1910 - 1922
Von April 1910 bis 1922 war die Universitätsbibliothek provisorisch im Ostflügel (Universitätsstraße 7) der Königlichen Bibliothek untergebracht. In dieser Zeit vermehrte sich ihr Bestand auf ca. 330.000 Bände.

 

 

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Dorotheenstrasse 81 außen 1929

Außenansichten Dorotheenstraße 81 im Jahr 1929

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Dorotheenstrasse 81 Lesesaal und Magazin 1929

Lesesaal und Magazin Dorotheenstraße 81 im Jahr 1929

1922 - 2005
Von März bis April 1922 zog die Universitätsbibliothek in die ihr eigentlich zugedachten Räume in der Dorotheenstraße 81 (heute: Hausnummer 27). Die Benutzungsräume befanden sich im Wesentlichen im Erdgeschoss mit dem direkt durch das Vestibül zu erreicheichende großen Lesesaal. Er bot 300 Lesern einen Arbeitsplatz und rund 40.000 Bücher standen den Lesern frei zugänglich zur Verfügung. Die restlichen Bücher fanden anfangs reichlich Platz in den darüber liegenden Magazingeschossen. In der ersten Etage befanden sich die Verwaltungs-, Arbeits- und Katalogräume.

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Dorotheenstrasse 81 Lesesaal und Arbeitsplatz 1950

Lesesaal und Arbeitsplatz Dorotheenstraße 81 im Jahr 1950

Gebäude der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin: Dorotheenstrasse 81 Lesesaal 1999

Lesesaal Dorotheenstraße 27 im Jahr 1999

Durch die Bombenschäden in der Königlichen Bibliothek wurde auch der Lesesaal der Universitätsbibliothek beschädigt. Seine Funktion konnte er nicht mehr wahrnehmen. Nach dem Krieg wurde ein provisorischer Lesesaal im Erdgeschoss eingerichtet. Durch das Fehlen des alten Lesesaals und damit auch der Stellfläche für 40.000 Bücher geriet die gesamte innere Struktur der Bibliothek in Schieflage. Es begann erneut eine Zeit der Provisorien. Wieder mangelte es an Raum für neue Bücher. Ausweichmagazine an verschiedenen Orten mussten mit Beginn der sechziger Jahre angemietet werden.

 

 

2005
Ab Juni 2005 wurde das ehemalige Gebäude des ersten Chemischen Instituts in der Hessischen Straße 1-2, welches für Bibliothekszwecke adaptiert wurde, eröffnet.

 

 

2009
Erst mit dem Einzug in das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum wird die Zentrale Universitätsbibliothek wieder in einem genuinen Bibliotheksgebäude, mit neuer Struktur, für einen längeren Zeitraum gute am Leser und am Bestand ausgerichtete Arbeitsbedingungen bieten können.